Antibiotika in der Schwangerschaft – Darauf solltest du achten!

Antibiotika in der Schwangerschaft

Bei Infektionen bakterieller Ursache stellen diverse Antibiotika eine adäquate Lösung dar, um schließlich der Infektion den gar auszumachen.

Doch kann man Antibiotika in der Schwangerschaft überhaupt einnehmen?

Diese und weitere spannende Fragen möchte ich gern hier im Artikel aufklären und dir zeigen, ob Antibiotika während der Schwangerschaft möglich ist und auf was du generell achten solltest. Los geht’s.

Schwanger: Antibiotika-Einnahme möglich?

Schwanger? Muss ich als werdende Mutter auf eine Antibiotika Therapie verzichten?
Schwanger! Muss ich während der Schwangerschaft auf eine Antibiotika Therapie verzichten?

Ja, auch in der Schwangerschaft ist eine Antibiotika Einnahme möglich und je nach Infektion auch unabdingbar.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: das gleiche gilt auch für die Stillzeit.

Unbehandelte Infektionen -seitens der Mutter- können ein Risiko für das Baby darstellen.

Was heißt das genau?

Bakterielle Erreger/Infektionen, welche unbehandelt bleiben, können zu Fehl- und Missbildungen führen.

Und nicht nur das Baby ist in Gefahr, die werdende Mutter dementsprechend auch, sollte keine Therapie bei einer (bakteriellen) Infektion erfolgen.

Es ist also enorm wichtig, dass jegliche Infektion schnellstmöglich beim Hausarzt vorgestellt und durch diesen behandelt wird.

Das ist der Grund, warum oftmals eine Antibiotische Behandlung stattfinden muss.

Dein behandelter Arzt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Alles oder nichts Prinzip erwähnen. Dazu komme ich später noch einmal zurück.

Erlaubte Antibiotika in der Schwangerschaft

Erfahre auf Embryotox, welche Medikamente während der Schwangerschaft und Stillzeit ohne Bedenken eingenommen werden
Erfahre auf Embryotox, welche Medikamente während der Schwangerschaft und Stillzeit ohne Bedenken eingenommen werden

Solltest du -dank Schwangerschaftstest- bereits wissen, dass du schwanger bist und stellst dich mit deinen Symptomen beim Hausarzt vor, solltest du diesen darüber sofort informieren.

Hat der Arzt die Diagnose gestellt und liegt eine Indikation für eine Therapie mit Antibiotika vor, muss dann entschieden werden, welches Antibiotikum zum Einsatz kommen soll.

Was du, aber allen voran dein Arzt machen sollte, ist, er sollte gezielt nachschauen, welches Antibiotika für deine Infektion/Erkrankung überhaupt in Frage kommen kann.

Das Augenmerk liegt natürlich auf der Schwangerschaft.

Eine sehr verlässliche Quelle, wo gezielt nachgeschaut werden kann, welches Antibiotika auch in der Schwangerschaft gegeben werden kann, lautet Embryotox.

Embryotox – Das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité

Auf embryotox.de können nicht nur Ärzte und Apotheker, sondern auch wir normalen Bürger nachschauen, welche Antibiotika während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden können. Dies gilt jedoch nicht nur für Antibiotika, sondern auch für jegliche Arzneimittel in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Als Schwangere oder stillende Mutter ist Embryotox eine sehr wichtige Informationsquelle während und nach der Schwangerschaft. Diese Webseite sollte meiner Meinung nach sofort in den Favoriten abgelegt werden.

Du hast bereits ein eher ungeeignetes Medikament eingenommen? Auch darüber kann man sich als nicht Arzt und nicht Apotheker bereits im Vorfeld auf der Embryotox Website informieren.

Selbst eine Embryotox App für Android und iOS steht zum gratis Download zur Verfügung.

Doch damit nicht genug.

Embryotox bietet neben der online Informationssammlung und der gratis App eine persönliche Beratung für Schwangere an. Dies gilt jedoch ausschließlich für Schwangere Mütter.

Die persönliche Beratung kann telefonisch von Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:30 Uhr sowie nach Einsendung des Embryotox online Fragebogen erfolgen.

Das „Alles oder nichts Prinzip“

Gerade am Anfang einer Schwangerschaft, wo zeitgleich eine Therapie mit Antibiotika stattfinden muss, reden Ärzte oft vom „Alles-oder-nichts-Prinzip“. Doch was sagt dieses Gesetz beziehungsweise Prinzip überhaupt aus?

Das Alles oder nichts Prinzip besagt, dass es bei einer intakten Schwangerschaft eher unwahrscheinlich ist, dass durch das Antibiotikum ein erhöhtes Risiko für beispielsweise ein Schwangerschaftsabgang besteht.

Dies bedeutet auch, dass bei Komplikationen, welche zum Beispiel im Frühstadium der Schwangerschaft noch nicht bekannt sind, nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Erkrankung der Mutter (eventuell begleitend durch Antibiotikum), sich nicht zwingend negativ auf das ungeborene Kind auswirken muss.

Blutungen nach Antibiotika in der Schwangerschaft

Als meine Frau das vom Hausarzt verordnete Antibiotika eingenommen hatte, bekam sie Blutungen. Mehrfach am Tag sogar.

Ein sehr schlechtes Zeichen.

Du solltest daher umgehend deine Frauenärztin kontaktieren, sobald du nach Antibiotika (Schmier-)Blutungen feststellen solltest. Ist diese nicht erreichbar oder hat keine Sprechstunde, kannst du dich direkt im Krankenhaus (Notfallaufnahme) vorstellen. Schnellstmöglich sollte sich jedenfalls eine Ärztin deinem Problem annehmen und eine Inspektion veranlassen.

Emotional kann ich dir gar nicht ausdrücken, welche Gedanken Mutter und Vater plagen. Verständlich!

Aus diesem Grund möchte ich zum eher „positiven Teil“ kommen.

Es muss nicht zwingend ein Schwangerschaftsabgang sein.

In unserem Fall ging trotz Antibiotika Einnahme alles positiv aus. Bis heute (aktuell 26. SSW) geht es dem Bauchbewohner super.

Schmierblutungen (nach antibiotischer Behandlung) können daher auftreten, sollten jedoch schnellstmöglich untersucht werden, aber müssen nicht zwingend zu einem Schwangerschaftsabgang führen.

Es macht also wirklich keinen Sinn, sich unnötig zu stressen und somit sofort vom schlimmsten auszugehen. Das ist schwer. Ich weiß das.

Fazit

Im Vordergrund steht die Gesundheit der Mutter

Liegt also eine Indikation für eine Therapie mit Antibiotika vor, sollte diese in Absprache des Arztes erfolgen.

Was nützt es der Mutter sowie dem ungeborenen Kind, wenn diese ohne Behandlung, mit teils schwerwiegenden Komplikationen, wie beispielsweise einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) zu kämpfen haben?

Das eigene Leben ist einfach viel Wert. Natürlich ist man als Mutter mit dem Kind sehr verbunden und spürt eine große Verantwortung und Sorge.

Ich schreibe es hart, meine es aber wirklich herzlich, getreu dem Motto „Augen zu und durch!“.

Natürlich kannst du auch zusätzlich deine Frauenärztin und Hebamme um Rat bitten.

Da du stets selbst eine Entscheidung treffen kannst/musst, kannst du auch über die Therapiemöglichkeiten in Zusammenarbeit deiner behandelnden Ärzte mitentscheiden.

Hör auf dein Bauchgefühl. Du wirst den richtigen Weg gehen beziehungsweise die richtigen Entscheidungen treffen. Vorwürfe sind in solchen Momenten einfach fehl am Platz.

Ich wünsche dir viel Kraft und gute Besserung.

Für weitere Fragen stehe ich dir jederzeit zur Verfügung. Konntest du bereits Erfahrungen mit Antibiotika in der Schwangerschaft sammeln? Deine Meinung ist mir und meinen Lesern sehr wichtig. Ich warte gespannt auf deinen Kommentar.

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